Anti-Pollution Matrix – Schädigung – Klinisch – Hautalterung / Faltenbildung

Hautalterung / Faltenbildung

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Erklärung

Der Begriff „Hautalterung“ beschreibt den biologischen Prozess, der mit dem Alter einhergehenden Veränderung der Hautbeschaffenheit. Bei den Ursachen der Hautalterung kann zwischen intrinsischen und extrinsischen Faktoren unterschieden werden. Die intrinsische Hautalterung wird von der genetischen Prädisposition und dem Hormonstatus des Menschen beeinflusst. Die extrinsische Hautalterung wird durch externe Faktoren bestimmt. Hierzu zählen verschiedene Arten der Verschmutzung (Pollution) u.a. UV-Belastung, Luftverschmutzung, Klima (Hitze/ Kälte), Lebensstil (Tabak-/ Alkoholkonsum, Ernährung, Schlafmenge und-qualität), Medikation, psychischer und physischer Stress [1,4].

 

Auswirkung für die Haut

Die ersten sichtbaren Zeichen der Hautalterung sind Fältchen und Falten. Sie entstehen, wenn die Haut schlaffer wird und an Elastizität und Volumen verliert. Zudem kommt es zu einer nachlassenden Produktion von Hyaluronsäure, die Feuchtigkeit binden kann. Freie Radikale (oxidativer Stress), die durch extrinsische Faktoren induziert werden, aktivieren in der Dermis Enzyme (Metalloproteinasen) und beschleunigen u.a. so den Abbau von Kollagen sowohl in der Dermis wie auch in der Basalmembran [2,4].

 

Maßnahmen

Eine erhöhte Exposition zu u.a. Luftverschmutzung (Feinstaubpartikeln) und Sonnenbestrahlung sollte vermieden werden, da diese sich negativ auf die Haut auswirken, freie Radikale induzieren können, wodurch  die Faltenbildung gefördert wird.

Eine Faltenbildung im Gesicht oder an anderen Körperstellen kann durch die Anwendung von speziellen Cremeformulierungen (Sonnenschutz und Filmbildner) gemildert werden.

Generell ist die Verwendung von Antioxidantien hilfreich, um freie Radikale zu neutralisieren. Vitamin C oder andere kosmetische Aktivstoffe unterstützen den Körper z.B. bei der Kollagenneubildung oder verhindern dessen Abbau [3,4].

 

Nachweismethoden der Auswirkungen

Die Faltenparameter können mittels Hautprofilometrie charakterisiert und quantifiziert werden.

Die Multiphotonen Tomographie ist eine optische nicht-invasive Methode zur Bestimmung des Verhältnisses zwischen Kollagen I und Elastin (Hautalterung) in der Haut.

Der Kollagengehalt der Dermis kann mit RAMAN-Spektroskopie abgeschätzt werden [5].

 

Literatur

[1] M.A. Farage, K.W. Miller, P. Elsner, H.I. Maibach, Characteristics of the Aging Skin, Adv Wound Care (New Rochelle), 2 (2013) 5-10, DOI: 10.1089/wound.2011.0356.
[2] J. Wohlrab, K. Hilpert, A. Wohlrab, [Characteristics of aging skin], Hautarzt, 65 (2014) 911-920; quiz 921-912, DOI: 10.1007/s00105-014-3506-8.
[3] J. Wohlrab, K. Hilpert, L. Wolff, Epidermal aging and anti-aging strategies, Hautarzt, 67 (2016) 107-111, DOI: 10.1007/s00105-015-3734-6.
[4] Krutmann, Jean, Diepgen, Thomas, Billmann-Krutmann, Claudia (Hrsg.) (2008), Hautalterung: Grundlagen - Prävention – Therapie, 2. Auflage, Springer Medizin Verlag Heidelberg, SPIN: 12184750, ISBN 978-3-540-76820-3 Springer Medizin Verlag Heidelberg https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-540-76821-0
[5] Kourbaj, G., Bielfeldt, S., Seise, M., & Wilhelm, K. P. (2021). Measurement of dermal water content by confocal RAMAN spectroscopy to investigate intrinsic aging and photoaging of human skin in vivo. Skin Research and Technology, 27(3), 404-413. https://doi.org/10.1111/srt.12948