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Produkte zum Schutz vor freien Radikalen und oxidativem Stress

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Erklärung

Die Haut als primäre Barriere zwischen der Umwelt und dem Körper ist täglich der Sonnenstrahlung exponiert. Ultraviolette (UV)-Strahlung macht einen Anteil von 3 - 7% des gesamten Sonnenspektrums aus und wird in der dermatologischen Photobiologie in folgende drei Spektralbereiche unterteilt: UVA (320 – 400 nm), UVB (290 – 320 nm) und UVC (200 – 290 nm). Während UVC vollständig in der Stratosphäre gefiltert wird und nicht auf die Erdoberfläche gelangt, sind der UVA-(90 - 95%) - und UVB-(5 - 10%) Anteil biologisch wirksam in der Haut [1]. UV-Licht erzeugt die meisten Radikale [~60%], gefolgt von der Bestrahlung im sichtbaren (VIS) und nahen Infrarot (NIR) [In Summe ~40%].

VIS- und NIR-Bestrahlung dringen tiefer in die Haut ein als UV-Licht, wodurch eine erhöhte Radikal-Bildung in tieferen Hautschichten gefördert wird [2]

Substanzen, die an Feinstaub (PM) haften, und andere Umweltschadstoffe (z.B. Ozon, Stickoxide) lösen ebenfalls oxidativen Stress aus und produzieren ROS, die Zellproteine, DNA und Zellmembranen schädigen können.

Dies kann zu Gewebeschäden führen, die sich in Falten, Dehydrierung, feinen Linien und dem Verlust von jugendlichem Volumen äußern.

 

Mögliche Ansätze

Sonnenstrahlung und/oder Umweltschadstoffe können zur Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, ROS) führen. ROS müssen streng kontrolliert werden, um eine Anhäufung von Schäden in der Zelle zu verhindern (oxidativer Stress); andernfalls sind sie schädlich für die Stoffwechselprozesse: eine verstärkte Oxidation von Zellbestandteilen wie Membranen, Lipiden, Proteinen und Nukleinsäuren (Gentoxizität) kann die Folge sein und Zell- und Gewebeschäden verstärken. Im Hinblick auf die Hautphysiologie sind ROS maßgeblich an der Entstehung von Erythemen, Sonnenbrand, entzündlichen Hauterkrankungen, Immunsuppression, Barriereschäden und vorzeitiger Hautalterung beteiligt.

Eine mögliche Lösung zur Umgehung der negativen Auswirkungen verschiedener Verschmutzungsquellen ist die Verwendung von z.B. schützenden Filmbildnern, Antioxidantien und Chelatbildnern.

 

Produktkategorien

Gesichts- & Hautpflegeprodukte (z.B. Cremes, Seren, Salben)

 

Inhaltsstoffe

Antioxidantien können natürlich, aus der Natur abgeleitet oder synthetisch sein.

  • Natürliche aus der Natur abgeleitete Antioxidantien
    • Pflanzenextrakte, Polyphenole wie z.B. Tannine, Phytosterine marine Inhaltsstoffe, Exopolysaccharide, Hefeextrakte
  • Vitamine synthetischen oder natürlichen Ursprungs wie z.B.
    • Tocopherol, Ascorbinsäure und ihre Derivate
  • Chelatbildner synthetischen oder natürlichen Ursprungs
  • UV Filter
  • VIS-NIR Schutz
  • Peptide, Proteine

 

Beispiele für Auslobungen
  • Minimiert die Lipidperoxidation
  • Neutralisiert ROS
  • Präventive Anti-Pollution-Wirkung durch Metall-Chelatisierung
  • Schützt vor Epidermisveränderungen
  • Fänger von freien Radikalen
  • Reduziert oxidative Schäden des Stratum corneum
  • Verhindert die Bildung von Hautperoxiden
  • Schützende Wirkung gegen blaues Licht induzierten oxidativen Stress auf Hautzellen
  • Schützt die Haut vor Rauch und Schwermetallen

 

Beispiele für Wirknachweise/Methoden

Methoden, mit denen die Anti-Pollutionwirkung von Antioxidantien nachgewiesen werden kann [3], wie z.B. ESR, Rauch MSD, Lipide MSD, Zigarettenrauch

 

Literatur

[1] Mistry N. 2017, Review Guidelines for Formulating Anti-Pollution Products, Cosmetics, 4, 57, https://doi.org/10.3390/cosmetics4040057
[2] Velasco et al, 2018, Brazilian Journal of Pharmaceutical Sciences, 54 (Special): e01003, DOI: 10.1590/s2175-97902018000001003
[3] Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch -Gesundheitsschutz 2008 · 51:1464–1482, https://doi.org/10.1007/s00103-008-0720-5