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Schutz vor Feinstaub (Particulate Matter)

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Erklärung

Feinstaub kann aus vielfältigen Quellen stammen, sowohl aus natürlichen (z.B. Staub, Asche, Sand, Pollen) als auch aus menschlichen (z.B. Fahrzeugabgase, Rauchen, Müllverbrennung, Industrieemissionen) Quellen. Im Gegensatz zu den Atemwegen ist die Haut allen Größen von Feinstaub ausgesetzt. Die Partikel selbst dringen zwar nicht durch die intakte Haut, wohl aber die an ihnen haftenden Stoffe. Dazu gehören Giftstoffe, z. B. polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Schwermetalle. In der Haut können sie zu Effekten führen, die von einer Störung der Hautbarriere, Entzündungen und oxidativem Stress über verstärkte Depigmentierung (z.B. Altersflecken/Lentigines), Hautempfindlichkeiten und vorzeitige Alterung bis hin zur Verschlimmerung von Hauterkrankungen wie Akne, oder Neurodermitis reichen. Darüber hinaus kann die Sonneneinstrahlung die beobachteten toxischen Effekte verstärken. Quelle und Ort können die Zusammensetzung und Größe der PMs sowie die an ihnen haftenden Substanzen beeinflussen.

 

Mögliche Ansätze

Die erste Verteidigungslinie gegen die von PMs und an ihnen haftenden Substanzen hervorgerufenen Wirkungen besteht darin, deren Anhaftung an die Haut zu vermeiden. Dies kann bis zu einem gewissen Grad durch den Einsatz von gezielten Formulierungen erreicht werden. Polymere, andere Filmbildner und bestimmte Lipide/Emollients können dazu beitragen, indem sie eine Schutzschicht auf der Haut bilden, sowie gezielt formulierte Produkte, z.B. mit verringerten Mengen an Stoffen, die bekanntermaßen die Adhäsion fördern (z. B. einige Emollients oder Glycerin, je nach Formulierungstyp). Je nach angestrebter Wirkung, PM-Typ und Exposition können unterschiedliche Formulierungstechnologien (z. B. O/W, W/O, Gele, Foundations, Sprays, verkapselte Inhaltsstoffe) entwickelt und eingesetzt werden. Hierbei gilt zu beachten und zu überprüfen, dass die zum Einsatz kommende Technologie und die Inhaltsstoffe eine barriereschützende, maximal PM-bindende Eigenschaft aufweist, um eine Durchlässigkeit zu vermeiden.

 

Produktkategorien

Hautpflegeprodukte (z.B. Gesichtscremes, Seren, Sprays) und Körperpflege (z.B. Körperlotion) sowie Make-up-Produkte (z.B. Foundations/Make-up Grundlagen)

 

Inhaltsstoffe

Polymere, Emulgatoren, Emollients, Wachse, Bioaktive Stoffe mit Barrierefunktion

 

Beispiele für Auslobungen
  • Schutzschild/unsichtbarer Schutz
  • Schutz vor Witterungseinflüssen
  • abschirmende Wirkung
  • Schutz vor Verschmutzung und Aggressionen des städtischen Lebens
  • Anti-Verschmutzung
  • Anti-Staubhaftung

 

Beispiele für Nachweismethoden

Reduzierung der Partikelhaftung auf der Haut, dem Haar oder der Kopfhaut sowie das Vermeiden der Durchlässigkeit von an Feinstaub gebundenen Stoffen in die Haut.

 

Literatur