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Schwermetalle

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Erklärung

Schwermetalle sind lebensnotwendig für eine Vielzahl physiologischer Prozesse in unserem Körper, können allerdings in höheren Konzentrationen gesundheitsschädlich sein. Viele davon wie Eisen, Kupfer, Blei, Cadmium, Chrom, Quecksilber, Uran, Silber, Gold oder Platin kommen ganz natürlich in den Gesteinen der Erdkruste vor und haben von dort den Weg in Grundwasser, und über pflanzliche und tierische Nahrungsmittel in den menschlichen Körper gefunden. Einiges an Schwermetallen wird auch durch verschmutzte Luft über die Atemorgane oder die Haut aufgenommen. Schwermetalle finden sich, gasförmig oder partikelgebunden an Feinstaub, in Industrie- und Verbrennungsabgasen, Treibstoffrückständen und Zigarettenrauch. Zwar wird inzwischen bleifreies Benzin verwendet, doch auch Reifen- und Bremsabrieb, Dünger und Pflanzenschutzmittel, Pestizide und Klärschlamm setzen Schwermetalle in Boden und Atmosphäre frei. Das Ausmaß der täglichen Schwermetallbelastung sollte nicht unterschätzt werden und resultierte 1998 im „Aarhus Protokoll über Schwermetalle“, welches die Reduzierung der weltweiten Schwermetallbelastung, besonders für Cadmium, Blei und Quecksilber, regulieren soll [1].

 

Auswirkung für die Haut

Während wir manche Metalle wie beispielsweise Magnesium, Eisen oder Zink als Spurenelemente für verschiedenste Funktionen unbedingt benötigen, sind Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Quecksilber oder auch Arsen giftig für den Körper und unsere Hautbarriere. Dabei ist die Dosis ein entscheidender Faktor. Schwermetallbelastungen gehen meist mit diffusen, therapieresistenten Krankheitssymptomen einher. Der Beschwerdekomplex reicht von einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens bis zu Stoffwechselblockaden und Dysfunktionen der Organsysteme, bezüglich der Haut können Entzündungen, Juckreiz und andere Ekzeme entstehen. Schwermetalle weisen ein breites Wirkungsspektrum auf, sie blockieren zahlreiche physiologische Prozesse im Körper. Schwermetalle binden aufgrund ihrer hohen Affinität zu Schwefel an Disulfid- und Sulfhydrylgruppen von Proteinen. Dies führt zu einer Veränderung der Proteinstruktur und somit vor allem zu einer Beeinträchtigung der Enzymfunktionen. Wichtige Stoffwechselprozesse werden blockiert wie z. B. das zelluläre Entgiftungssystem, sie fördern auf diese Weise die Bildung freier Radikale. Die Folgen sind beschleunigte Alterungsprozesse, Veränderungen und Blockaden in den Zellfunktionen bis hin zu Mutationen und maligner Entartung der betroffenen Zellen (Krebs) [3,4].

Schwermetalle schädigen Zellstrukturen blockieren zentrale Regulationsmechanismen, oder begünstigen durch die Strukturveränderung Autoimmunerkrankungen. Ein zentraler Wirkungsmechanismus der Metalle besteht in ihrer Wechselwirkung mit essentiellen Mikronährstoffen wie Calcium, Eisen, Zink und Selen, deren Aufnahme reduziert wird. Hieraus resultieren erhebliche Stoffwechselstörungen, da Mikronährstoffe insbesondere als Enzymaktivatoren fungieren.

 

Maßnahmen

Es können Produkte mit Antioxidantien aufgetragen werden, hautbarrierestärkende Produkte und solche, die die Haut reinigen.

 

Nachweismethoden der Auswirkungen

Man kann mittels Klebefilmabriss (tape stripping) Schwermetalle nachweisen.

Indirekter Nachweis von Radikalbildung im Gewebe (in vivo/ex vivo) durch Elektronenspin-Resonanz (ESR) [5].

 

Literatur

1 https://unece.org/environment-policyair/protocol-heavy-metals
2 D. Meißner, „Problematik, Klinik und Beispiele der Spurenelementvergiftung – Eine Einführung“, Toxichem Krimtech, Bd. 78, Nr. 3, S. 447, 2011
3 www.naturheilzentrum-nuernberg.de/lexikon/s/schwermetallbelastungen.html
4 David BernhardAndrea RossmannGeorg Wick, Metals in cigarette smoke, IUBMB Life, 2005 Dec;57(12):805-9. DOI: 10.1080/15216540500459667.
5 www.labor-bayer.de/laborinformationen_publikationen/schwermetalle/2017-DrBayer-Kompendium-Schwermetalle-web.pdf